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Etymologie und Geschichte
Die Herkunft des Namens aus dem griechischen
αμεθυστoς (amethystos)
– „dem Rausche entgegenwirkend“ – drückt
den alten Glauben aus, dass ein Träger von Amethyst gegen die
berauschende Wirkung von Wein gefeit sei. Ebenso sollte Wein aus einem
Becher aus Amethyst nicht betrunken machen. Ursprünglich ergab
sich dieser (Aber-)Glaube aus dem Brauch, den (Rot-)Wein mit Wasser zu
verdünnen, welcher dann eine rötlich-violette
(amethystfarbene) Färbung annahm. Gleichzeitig konnte man
natürlich wesentlich mehr davon trinken, ohne gleich betrunken zu
werden oder gar einen Kater erleiden zu müssen.
Eine andere Variante der Namensgebung ist die, dass Bacchus, der Gott des
Weines, eine in einen Kristall verwandelte Nymphe namens Amethyst mit Wein
begoss, woraufhin dieser violett wurde.
Dem Amethyst wurde auch eine apotropäische Wirkung gegen Diebstahl
nachgesagt. Dieser Umstand wird belegt durch frühgeschichtliche Grabfunde.
Merowingerzeitliche Gräber mit Amethyst zeigen, wenn überhaupt,
Beraubungsspuren nicht im Bereich der Niederlegung der Steine (Halskette),
auch dann nicht, wenn etwa goldene Schmuckanhänger ebenfalls hier zu
finden waren. Möglicherweise gab es in dieser Epoche der Frühgeschichte
eine weitergehende (und heute nicht mehr rekonstruierbare) nachgesagte (Negativ-)Wirkung
des Amethysts auf den Dieb.
Der Amethyst ist Bestandteil des Bischofsringes.
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