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Amethyst
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Amethyst ist ein weit verbreitetes Mineral; große und klare Exemplare, die
sich zum Schneiden und zur Weiterverarbeitung als Schmuckstein eignen,
sind auf vergleichsweise wenige Fundorte beschränkt. Vorkommen gibt es in
Brasilien, Uruguay, Madagaskar, Russland und Sri Lanka. Solche Kristalle
findet man vor allem in Hohlräumen in hydrothermalen Adern und in
vulkanischen Gesteinen. Häufig im Handel anzutreffen sind auch sogenannte
Amethystdrusen, bei denen sich die Kristalle innerhalb eines Hohlraumes
gebildet haben, umgeben von einer Schicht Chalcedon. Die schönsten Drusen
stammen in aller Regel aus Brasilien und können mannshoch sein.
Ein bekannter deutscher Fundort ist der Steinkaulenberg in Idar-Oberstein.
Die einzigartige und bekannte blau-violette Färbung ist dort durch die
Metalle im Bergmassiv gegeben. Nachdem in Brasilien riesige Lagerstätten
gefunden und diese Kristalle auch gefärbt werden können, wurde der Bergbau
im Steinkaulenberg eingestellt. Der Mineralabbau ist dort mittlerweile
verboten.
Europas größtes Amethystvorkommen befindet sich bei der
niederösterreichischen Stadt Maissau. Die vor ca. 150 Jahren entdeckte
Fundstelle des Amethyst von Maissau liegt etwa 60 km nordwestlich von
Wien, 1 km nach der Ortschaft Maissau an der Horner Straße in Richtung
Horn. Das Vorkommen in Maissau weist einen gesicherten Verlauf von ca. 400
m auf, davon ca. 40 m im Schaustollen aufgeschlossen zugänglich, zeigt
eine maximale Breite von 2 m und steht nahezu senkrecht (Einfallen
zwischen 80 und 90° nach SSW bzw. NNE). Die ersten gezielten Grabungen
fanden 1986 unter der Aufsicht des Krahuletz-Museums Eggenburg statt. Ab
1999 begann die systematische Freilegung des Ganges durch die Maissauer
Amethyst-Gesellschaft (MAG). Diese eindrucksvolle Offenlegung eines
Amethystganges ist weltweit einzigartig. Darüber hinaus kann eine
Fortsetzung des Ganges über eine Strecke von 1 km vermutet werden.
Ein weiteres reiches Amethystvorkommen ist seit dem 19. Jahrhundert im
Umfeld des Friedhofes von Eggenburg bekannt. Bereits Johann Krahuletz
konnte hier wertvolle Funde tätigen
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