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Amethyst
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Durch Brennen von Amethyst (ca. 400 °C) entsteht die gelbe bis goldene
Färbung der Varietät Citrin. Bei vielen der im Edelsteinhandel
irreführenderweise verkauften "Gold- oder Madeiratopase" handelt es sich
in Wirklichkeit um gebrannte Amethyste. Bei einigen Amethysten erzeugt das
Brennen auch einen grünlichen Farbton ähnlich dem Prasiolith, als welcher
der gebrannte Amethyst dann auch verkauft wird. In der Flamme verschwindet
die Farbe manchmal aber auch ganz und es bleibt weißer Quarz übrig.
Gebrannte Steine bekommen meist auch deutlich mehr Risse und Sprünge, die
durch ihren Glanz auffallen. Oft zerplatzen auch die Kristallspitzen und
Flächen. In der Regel werden nur Amethyste niedriger Qualität gebrannt, um
sie so "aufzuwerten". Es handelt sich hierbei um eine Bearbeitung, durch
welche die Farbe mit Methoden verändert wird, die in der Natur identisch
vorkommen und dabei keine wesentlichen Eigenschaften verändert werden.
Ungebrannter Citrin ist meist nur hell gefärbt und hat als Rohstein immer
eine bergkristallähnliche lange Form. Citrin bildet keine Drusen und ist
auch um einiges seltener als Amethyst. Gebrannte Edel- und Schmucksteine
müssen nicht als gebrannt deklariert werden, wenn eine dauerhafte
Farbveränderung hervorgerufen wird.
Eine billige, wenn auch nicht sehr haltbare Methode, Amethyst farblich
aufzuwerten, ist die Behandlung mit gefärbtem Wachs, da sich Amethyst im
Gegensatz zu Achat nur oberflächlich färben lässt.
Seit dem 20. Jahrhundert werden Synthesen verschiedener Schmucksteine, so
auch dem Amethyst hergestellt, die mit gemmologischen und mineralogischen
Untersuchungsmethoden von natürlichen Amethysten unterschieden werden
können, da sie gegenüber dem natürlich entstandenen Stein
Strukturabweichungen aufweisen.
Für Modeschmuck wird der Amethyst durch violettes Glas imitiert oder in
zusammengesetzter Form als Dublette angeboten
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